Verstecken

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10…. kooooommeeee. Wie gerne haben wir als Kinder Verstecken gespielt. Diese schöne, kleine Spannung. Findet sie mich? Bin ich leise genug? Schaffe ich es vor ihr zum Ruhehaus?

Ich schnorchele. Trotz Tauchausbildung liebe ich es, mir einfach die Maske aufzusetzen, die Flossen anzuziehen und mit meiner Kamera auf Entdeckungstour in diese andere Welt abzutauchen.

Die Tiere unter Wasser sind ja große Künstler in Tarnung und Selbstverteidigung. Und Oktopusse sind die Besten. So schnell, wie sie die Farbe wechseln, da ist ein Chamäleon nix dagegen. Diesen kleinen Kerl hatte ich erst unter einem Stein entdeckt. Seine Haut hatte exakt die gleiche Struktur wie der Felsen über ihm. Aber er war auch neugierig und schaute mich an. Und wenn mich ein Stein anschaut, ist es kein Stein. Irgendwann war dann die Angst größer als die Neugier und er schoss aus seinem Versteck heraus. Es gab aber keinen anderen Platz, an den er sich flüchten konnte. Da hat er sich einfach ganz flach auf den Sandboden gelegt, hat genau dessen Farbe angenommen und gehofft, dass ich ihn nicht sehe.

Ich habe erst fotografiert und dann gezählt: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10….. kooooommeeee.